Archive | December, 2010

Scheine am Fest der Liebe

24 Dec

Es gibt ein Licht, das niemals gelöscht werden kann. Es ist in Dir. Du bist es. Laß Dein Licht in die Welt scheinen, so daß die Welt weiß, Wer Du wirklich bist — und die Menschen auch wissen, warum sie da sind, durch das Beispiel deines Lichtes. Die Dunkelheit der Welt erwartet Dich- nicht, um Dich einzuhüllen, sondern um von Dir transformiert zu werden. In dieser fünften jahreszeit des Lichts, sei die Quelle für alle die, die nach Freude suchen.

(Neale Donald Walsh)

 

Advertisements

Spread the love

24 Dec

There is a light which cannot ever be extinguished. It is inside of you. It is you. Let your light so shine upon the wothere is a light which cannot ever be extinguished. It is inside of you. It is you. Let your light so shine upon the world that the world will know Who You Really Are — and its people will know why they really are as well, through the light of your example. The darkness of our world awaits you — not to engulf you, but to be transformed by you. During this Season of the Light, be its Source for all those who search for Joy.rld that the world will know Who You Really Are — and its people will know why they really are as well, through the light of your example. The darkness of our world awaits you — not to engulf you, but to be transformed by you. During this Season of the Light, be its Source for all those who search for Joy.

(Neale Donald Walsh)


THE TRIP: Buddha und Gemüse

22 Dec

MUSIK: Xavier Naidoo: “Bitte hör nicht auf zu träumen”

Als wir die allmorgendliche Zeremonie der Kinder besuchen, bin ich ein weiteres Mal beeindruckt: jeden Morgen um 8 treffen sich alle Kinder der School for Life in Chiang Mai auf dem Platz vor der „Assembly Hall“. Ohne dass ein Lehrer für Disziplin sorgen muß, stellen sie sich „nach Größe sortiert“ auf: die Kids im Kindergartenalter neben denen im Grundschulalter neben den Teenies. Schon dieser Anblick ist entzückend. Als sie dann anfangen, zu singen, geht mir das Herz auf! Die größeren singen teils schief, teils mit schönen Stimmen. Die kleinsten versuchen sich mit ihren piepsigen Stimmchen zu übertreffen, was eher nach Schreien klingt oder wie aus einem Comicfilm…. Nach dem Lied, das dem König gewidmet ist (Thais lieben ihren König und das große Stück Land wurde der School for Life vom Königshaus zur Verfügung gestellt und befindet sich auf geschütztem Königsgebiet) sagen die Kinder ein buddhistisches Gebet auf und halten dann eine Minute still inne. Gänsehaut ! Noch nie habe ich 120 Kinder auf einem Haufen gesehen, die meditieren !!! Ich bin zu Tränen gerührt und merke deutlich den Unterschied zu Kindern in Deutschland… Eine solche Zeremonie sollte man an deutschen Schulen einführen!

Nach dem Unterricht am Morgen machen sich die Kids gesammelt auf zum hinteren Teil des Landes. Dort wurde vor kurzem ein riesiger Garten angelegt, in dem die Kinder Gemüse selber biologisch anbauen, da das Ziel ist, irgendwann die Schule komplett selbstständig zu versorgen. Mit viel Liebe und gleichzeitig Spaß graben die Kinder Setzlinge von Papayabäumen, Kräutern oder Gemüse in die Erde. Eine Sechsjährige wässert mit dem Gartenschlauch das Frischgepflanzte. Der winzige Ban Roi verschwindet fast unter dem Strohbüschel, den er tragen will. Es riecht nach frischer Erde und Kinderlachen liegt in der Luft, wie so oft in der Schule.

Auch hier: fast instinktiv wissen die meisten von ihnen was zu tun ist, schauen beieinander ab, helfen sich gegenseitig. Nur selten muß einer der zwei anwesenden Lehrer Anweisungen geben, geschweige denn für Ordnung sorgen. In meiner Zeit in der School for Life habe ich bislang noch kein einziges Mal Chaos mitbekommen oder Streit zwischen den Kindern. Hier herrscht tatsächlich eine Stimmung, wie in einer extrem friedlichen großen Familie. Und bei allem ist die Dankbarkeit der Kinder für das, was sie tun DÜRFEN, zu spüren. Auch hier: welch ein Gegensatz zu Deutschland mit seinen überforderten Lehrern und Schülern, die „keine Lust“ auf Schule haben!

Die School for Life mit den “armen” Waisenkindern hier mitten im Dschungel im Norden Thailands ist definitiv ein Beispiel, von dem sich die „reichen“ Schulen im Westen einiges abschauen können… Und: sie ist unterstützenswert!

Die besten Grüße und SONNE- Eure Kerstin !

(Detail Infos unter www.school-for-life.org)

Spendenkonto:

Hilde Robinsohn Stiftung
Verwendungszweck: Schule des Lebens
Berliner Sparkasse
BLZ 10050000
Kto. 2040010036

Wisdom

20 Dec

“Dattatreya gives a list of twenty-four Gurus, regarding himself as a humble student of the whole of creation. He also teaches us the lesson that the higher is one’s knowledge, the humbler is that person. The larger is our wisdom, the smaller we look in the eyes of people. The nearer we are to God, the farther we appear from people’s eyes.” (Swami Krishnananda)

THE TRIP: Von toten Schlangen und Ess-Bambus

18 Dec

Die Kinder der School for Life haben nehmen uns heute mit auf eine Radtour. Feriengäste der School for Life können diesen Trip als Ausflug während ihres Aufenthaltes hier buchen und mit dem Geld zum Erhalt der Schule beitragen. Als wir zur vereinbarten Zeit zum Ausgang der Schule kommen, warten 4 Mädchen und 2 Jungs stolz mit ihren Fahrrädern auf uns. Die Räder haben alle schon einige Jahre auf dem Buckel, werden von den Kids aber mit großer Hingabe gepflegt. Min Bai ist 15 Jahre alt (sieht aber viel jünger aus, wie die meisten Thais) und begrüßt uns in auffallend gutem English: „Hallo, my name is Min Bai and this is my team.“ Die anderen Kids winken und ein fröhliches „Sawadi Kaa“ entgegen.

Nachdem wir die Fahrräder zugewiesen bekommen haben (sie sind allesamt in Kindergrößen und wir lachen ob unserer komischen Sitzhaltung und der nicht wirklich guten Bremsen) geht es los. Über die holprigen Wege mit der hier typischen roten Erde machen wir uns auf und ich fühle mich zum ersten Mal auf dieser Reise wirklich wie im Urlaub. Die Umgebung ist wunderschön und erinnert mich ein wenig an mein „Winterzuhause“ Goa: saftiges Grün, Bananenpalmen, riesige Bambusbüsche, aus allen Ecken das Singen der Zikaden, Reisfelder mit den obligatorischen Wasserbüffeln und ihren weißen Begleitern, den Putzervögeln, vereinzelt winzige Häuser und vor allem- ein strahlend blauer Himmel! Auch der Duft erinnert mich an Goa: verbranntes Palmholz mischt sich mit dem intensiven Geruch der Jasminbäume, wenn man an ihnen vorbei fährt. Ich liebe die knallpinken Farbkleckse der Bouganvilia Büsche, für die es in Deutschland leider zu kühl ist! Immer wieder halten die Kids an, um uns etwas zu zeigen: eine überfahrene Schlange auf der Strasse. Die verschiedenen Arten von Bambus: „This type is used for building houses and this is eating bamboo.“ Früchte, die wir probieren sollen und deren Thai Namen sie uns beibringen. Den See, an dem Fischen verboten ist. Auch mit den Kindern, die kein englisch sprechen, klappt die Kommunikation. Man merkt ihnen an, wie sehr sie die Aufmerksamkeit genießen und wie stolz sie darauf sind, uns ihr Zuhause zeigen zu können.

Ganz besonders hat es mir Toni angetan: mit seinem viel zu kleinen Fahrrad stachelt er immer wieder Rennen an und sein Lachen ist von einer Herzlichkeit, die einen sofort ansteckt. Als ich einen Tamarindenbaum sehe, rennt er sofort hin und bringt mir ein paar der Früchte. Er lacht sich kaputt, als ich wegen der unreifen, sauren Frucht eine Grimasse schneide. Ab dem Moment verknüpft uns ein Freundschaftsband und er radelt die ganze Zeit neben mir her. Dieses tiefe Bedürfnis der Kinder nach Nähe erlebe ich später immer wieder bei den Waisenkindern. Als wir bei den „Hot Springs“ ankommen, erklären sie uns, dass die Einheimischen in den heißen Quellen mit dem intensiven Schwefelgeruch baden gehen. Mir fällt es sogar schwer, diesen Gestank, der an faule Eier erinnert, auszublenden, als sie uns auffordern, mal die Füße in das Wasser zu halten, das aus der Erde brodelt. Min Bai erklärt uns, dass es in ganz Thailand nur 4 solcher Quellen gibt. Im Anschluß besteht unsere kleine Reiseführerin darauf, zwei Körbchen mit Eiern zu kaufen, die wir dann in dem siedenden Wasser kochen. Als es an den Verzehr unseres Souvenirs geht, drücke ich mich und überlasse den Eiersnack den Kids und Dannie und Käthe. Auf meine Frage, von welchem Vogel denn die kleinen, getupften Eier seien (offensichtlich kein Huhn) lachen die Kinder nur achselzuckend: „A bird!“. Manche Details sind hier einfach nicht von Bedeutung…..

Nach unserer Pause quälen wir uns auf den kleinen Rädern bergauf wieder zur Schule zurück. Als ich mich beim Abschied bei Min Bai bedanke und ihr sage, dass sie eine tolle Reiseführerin ist, reagiert sie verlegen: „Really? Me?“. Ja, sie. Unsere Betreuerin der Schule erklärt mir später, dass sie wirklich einmal Reiseführerin werden möchte. Ein Wunsch, der sicher in ihrem vorherigen Leben undenkbar gewesen wäre, aber nun dank der School for Life in realistische Nähe rückt.

Lieben Gruß und SONNE für Euch, Kerstin

Website der School for Life mit Infos zu den Kindern, Ferien im Projekt, Patenschaften und vielem mehr…

Spendenkonto:

Hilde Robinsohn Stiftung
Verwendungszweck: Schule des Lebens
Berliner Sparkasse
BLZ 10050000
Kto. 2040010036

THE TRIP: Bohemian Lifestyle in Asien

13 Dec

OOOOOooobwohl ich grade hier im Dschungel die langsamste Internetverbindung der Welt habe, gibt´s ein Update… Denn der Weg hierher war mal wieder abenteuerlich:
Bangkok:
Nach einer weiteren jetlagbedingt schlaflosen Nacht treffe ich morgens im Hotel Dannie, deren Anreise wegen des Schneechaos nicht minder schrecklich war. Sie saß einen Tag in Frankfurt fest und kam dementsprechend verspätet an. Mein Koffer übrigens noch nicht. Obwohl ich todmüde bin, gehe ich mit ihr auf Erkundungstour durch die Strassenmärkte Chinatwons, so dass sie vor unserer Abreise nach Chiang Mai am selben Tag wenigstens noch ein kleines Bisschen von Bangkok sieht. Neben den hunderten keinen Ständen mit den buntesten Waren sind sicher die Riesenkarpfen und Minihaie, die wir an der Schnellbootanlegestelle entdecken, das Highlight. Erst bei genauem Hinsehen verstehen wir, dass die Fische, die sich zu hunderten an der Wasseroberfläche tummeln, von den Touristen angefüttert werden- scheinbar eine Art Attraktion. Erinnert mich an Rehe-Füttern in deutschen Zoos, nur eben auf asiatisch… Für uns ein gewöhnungsbedürftiger Anblick und zu unappetitlich auf leeren Magen.

Da nur Zeit ist für einen kurzen Trip, bevor wir zum Flughafen müssen, laufen wir einfach die Hauptstrasse entlang zurück, auf der man schon genug geboten bekommt: ein Tempelzubehörladen mit zahllosen Varianten von Buddhas- in Glas, Porzellan, groß, klein, stilvoll aus Holz oder Augenschmerzen-verursachend kitschig bunt, in Schaufenstern hängende gebratene Gänse, kopflose Fische oder Haifischflossen, gefälschte Handtaschen, Uhren oder Schuhe großer Marken, Obst in allen Formen, Farben und Varianten- im Ganzen, in Stückchen, frisch gepresst. Meine liebste Wahl muß ich sagen- es geht doch nichts über eine Banane, die wirklich nach Banane schmeckt da von bis zuletzt von der Sonne geküsst oder Granatapfelsaft, bei dem man schon beim ersten Schluck merkt, wie einem die Vitamine ins Blut schießen!


Und dann die Menschen: einer interessanter als der andere- der uralte Greis mit seinem Wagen, den er durch die Strasse zieht und von dem er Lotterielose verkauft, die jungen Mädels, die aussehen, wie einem Mangafilm entsprungen, die „Ladyboys“, die femininer aussehen als so manche „echte“ Frau, die alte Dame, die hinter ihrer Garküche steht und die nichts aus der Ruhe zu bringen scheint… Ich könnte den ganzen Tag hier rumlaufen und fotografieren. (Viel mehr Bilder gibt es übrigens, wenn ich mal wieder an eine schnelle Online-Verbindung komme ; )
Leider war´s das schon mit unserem Trip. Auschecken, Taxi zum Flughafen und weiter geht´s. Ich starte noch einen Versuch, meinen fehlenden Koffer zu finden und spreche mit jedem Mitglied des Bodenpersonals, das irgendeine Ahnung haben könnte, werde von Schalter A nach B nach Tor 2 nach 4 geschickt, um dann mit Securityguard in die Ankunftshalle zu laufen, wo vor einer Stunde eine Maschine aus Deutschland gelandet ist. Ich visualisiere meinen Koffer vor mir, wie er grade auf das Laufband rollt. Es wird knapp, denn in 10 Minuten muß ich auf meinen Flug nach Chiang Mai, Dani wartet schon am Gate. Und— kein Koffer! So langsam nervt´s. Doch was soll´s- die nächste Etappe eben wieder ohne Gepäck.


In Chiang Mai angekommen, bringt uns die Gästebetreuerin der „School for Life“ ins Amari Hotel im Stadtinneren, da die Schule etwa 1 Stunde ausserhalb liegt und Kinder übers Wochenende in ihre Bergdörfer fahren. Läßt uns noch etwas Zeit, Chiang Mai zu erkunden. Welche Erholung doch Chiang Mai ist, wenn man aus dem hektischen, lauten, verwirrenden Bangkok kommt! Ganz anders als erwartet und ganz anders als die große Schwester im Süden ist die Stadt im Norden Thailands so etwas wie eine Künstlerkolonie, wie ich sie aus Kalifornien kenne- nur eben auf asiatisch.

In Fußnähe des Hotel finden an diesem Wochenende ein paar hübsche kleine Künstlermärkte statt, auf denen man anders als in Bangkok netten, handgemachten Schmuck, Kleidung und extravagante Kuchenkreationen erstehen kann. Auch das Publikum hier ist wesentlich ruhiger und mutet fast bohemian an. Inspiriert uns zu einem Cocktailabend, an dem dann auch endlich die Dritte im Bunde, Dani´s Partnerin Käthe, zu uns stößt. Wie soll es anders sein: Flug verspätet wegen Schneechaos in Deutschland. Egal, jetzt sind wir komplett und verbringen den zweiten Tag mit Kultur in Tempeln und Shoppen in Downtown.Abends betreiben wir dann auf der Suche nach einer Cocktaibar Locationhopping und bekommen einen Eindruck von der crazy hippen Crowd, die sich mit Musik, Kunst und Trinken die Zeit vertreibt. Ich gehe auf Tuchfühlung mit einem Babyelefanten, den Klebstoff schnüffelnde Jungs als Attraktion vorführen und den man für ein paar Baht mit Zuckerrohr füttern kann.


Bevor es Sonntagabend in die „School for Life“ geht, gönnen wir uns noch einen girl´s day out- inklusive Pediküre Thai Style: Kosmetikerinnen mit dem größten Haarschmuck den ich je gesehen habe und schnulzig-kitschige Thai Popmusik, die uns auf mega gemütlichen Sesseln in die Ohren säuselt.

Dann eine Massage, die wir tatsächlich alle drei zeitgleich erhalten- in einem Raum, der eher an eine Gefängniszelle erinnert, aber dafür mit drei entzückenden Masseurinnen. Zum Schluß noch schnell ein Sprung in den Pool- wer weiß, wann es wieder die Gelegenheit für eine solche Erfrischung gibt, da die „School for Life“ ja eher in Dschungel liegt.
Ein paar Stunden später sitze ich nun in meinem gemütlichen Bungalow auf dem Gelände der School for Life, um mich herum ENDLICH das, worauf ich mich seit MONATEN freue: RUHE!!! Als Sound nur die Zirkaden, die mich an Indien erinnern. Ich freue mich darauf, morgen endlich die Kinder kennen zu lernen.

… da die Air Berlin scheinbar mit ihrer Recherche noch kein Stück weiter gekommen ist, übrigens immer noch ohne Koffer…… In der Hoffnung auf sehr baldiges Auftauchen frischer Klamotten und eine gute Internetverbindung hier in den Wäldern schicke ich Euch jede Menge Sonne!

Eure Kerstin

THE TRIP: schwerer Start

9 Dec

THE TRIP: Berlin- Bangkok- (Koh Samet)- Chiang Mai- Goa- Berlin

Ein schwerer Start

Aaaaaahh ! Endlich !!! So langsam fing ich schon an, an eine Odyssee zu glauben und negative Gedanken zu entwickeln. Die haben sich Gott sei Dank heute wieder verfluechtigt.

Doch fangen wir vorne an, da mein 2,5 Monats-Trip ja auch grade erst anfaengt… (Zu Eurer Beruhigung: JETZT GERADE sitze ich sicher, bequem und gluecklich im riesigen kuscheligen Sessel in der Lobby meines Hotels und nutze den hoteleigenen Computer, um dies zu schreiben. Vor wenigen Stunden dachte ich noch, daraus wird NIE etwas….)

Planmaessig sollte es am Montag los gehen. Als ich etwa eine Stunde vor planmaessigem Abflug immer noch auf den Autobahn Richtung Flughafen FESTSTECKTE, befuerchtete ich schon Schlimmes. Und tatsaechlich: wegen Schneewetter und Unvermoegen von wer-weiss-wem, die Autobahn frei zu halten war es nix mit planmaessiger Abreise. Also: Flug fuer den naechsten Tag gebucht, draufgezahlt und schoen geaergert. Noch ein Tag mehr in Schnee und Kaelte. Aber naja, wenigstens konnte ich das Gepaeck schon einchecken. Gut so. Dachte ich…

Als ich nach einem unbequemen Uebernachtflug mit Zwischenstopp aber guten Filmen am Mittwoch endlich in Bangkok ankomme, muss ich mir die Frage stellen, ob sich der planmaessige Trip an den Strand der Insel Koh Samet noch lohnt, da vor meiner Weiterreise nach Chiang Mai nun nur noch ein Tag Zeit ist. Die Beantwortung dieser Frage nimmt meinem mueden Gehirn das Schicksal ab, das es scheinbar grade nicht allzu gut mit mir meint: mein Gepaeck ist noch in Berlin, man sagt mir nach einer 2-stuendingen Buerokratie-Prozedur mit euro-asiatischer Sprachbarriere, es wuerde am naechsten Tag ins Hotel nachgeliefert. Na, Mahlzeit! Keine Strand-Erholung also. Stattdessen Grossstadt-Chaos in Bangkok. Ich hatte mich sooo auf ein paar Tage RUHE gefreut…

Also, ab ins Hotel: das wunderschoene SHANGHAI MANSION im verrueckt-bunt-chaotischen Chinatown von Bangkok. Wenigstens bin ich hier in einer Oase der Freundlichkeit und Ruhe gelandet und verbringe meine Jetlag-Insomnia hellwach in einem super Zimmer! Meine Kraft reicht nur noch fuer einen Spazierganz um den Block und ein Thai-Dinner in einem der vielen Strassen-Restaurants. Ich glaube, es war ca. 6 Uhr in der frueh, als ich fuer ein paar Stunden ein- und das Hotelfreuhstueck ver-schlafe.

Um einen tollen Tag in Bangkok zu verbringen, der einen wieder auf bessere Gedanken bringt, muss man aber offensichtlich nicht ausgeschlafen sein: heute ging es als erstes zum Wat Pho, einem der schoensten und groessten buddhistischen Tempel, die ich je gesehen habe. Neben der atmenberaubenden Architektur und dem legendaeren liegenden Buddha kam ich dort heute noch in den Genuss, einer Geburtstagsfeier fuer den Koenig beizuwohnen, die aehnlich bunt, laut und froehlich zuging, wie ich es aus Indien gewohnt bin. Blumen, Moenche, Gebete und Musik an jeder Ecke. Und: meine erst Thai-Massage dieses Trips gab es hier. Yeps: IN der Tempelanlage gibt es ein Massage Center! Hier ist das Wort “Wellness-Tempel” wortwoertlich zu verstehen. In dem grossen Glasgebaeude massieren an die 50 Damen die Besucher synchron und im Akkord. Als mich “meine Masseurin” wie bei der Thai- Massage ueblich, beginnt zu verbiegen, kichern ihre Kolleginnen ringsum los. Ich muss ihre Sprache nicht verstehen, um zu wissen, worum es geht und sage auf englisch: “Die extreme Gelenkigkeit kommt vom Yoga.” “Hi Hi…. Yoga, yess, yess, Yoga, Yoga…” kichert es aus 10 thailaendischen Muendern zurueck.

Aaaaah, aus dem Wellness Tempel tretend, faellt endlich der Stress der letzten Tage ab und ich fuehle ich mich jetzt wieder stark genug fuer den naechsten Marathon: den zum MBK, der groessten Shoppingmall Bangkoks, in der es ALLES gibt. Und wenn ich ALLES sage, dann meine ich ALLES ! Auf 7 Etagen finden Kaufwuetige hier Essen, Kosmetik, Souvenirs, Elektronik, Moebel, Klamotten, Spielzeug und und und…… wie in einem westlichen Kaufhaus, nur viel viel voller, groesser, mehr und chaotischer. Natuerlich. Ich bin ja in Bangkok. Trotzdem finde ich alles, was mir fehlt (und noch ein bisschen mehr ; ) und fahre zufrieden zurueck ins Hotel.

Zum Glueck hatte ich ein paar saubere Klamotten und einen Telefon Akku gekauft, denn von meinen 2 Koffern ist nur einer im Hotel angekommen. Der andere ist- wahrscheinlich- noch in Berlin. Oder Duesseldorf. Und kommt- wahrscheinlich- morgen frueh in Bangkok an. Zum Glueck kann ich hier im Hotel den Computer nutzen, sonst koenntet Ihr dies hier jetzt noch nicht lesen. Mein Computer Akku ist naemlich inzwischen leer und das gab es leider im MBK nicht. Morgen geht es weiter nach Chiang Mai in den Norden Thailands. Mal sehen, ob ich vor dem Check-In am Flughafen meinen Koffer aus Berlin bekomme und persoenlich mitnehmen kann…

Die Uebung hier heisst wohl: GEDULD!

Willkommen auf meinem Asien-Trip im Winter 2010/ 2011 !!! Ich schicke Euch chaotisch/glueckliche Gruesse in den Schnee und hoffe, ich kann Euch bald wieder schreiben,

 

Eure Kerstin